Mittwoch, 09. November 2016

Ein neues Heim für den Turmfalken

Junger Turmfalke

Liebe Pfarrei-Mitglieder,

falls Sie sich beim Blick auf den Turm der Kirche St. Konrad über die aus einer der Nischen herausragenden Holzstangen gewundert haben sollten: dahinter verbirgt sich ein neu eingebauter Kasten für das seit Jahren an der Kirche gesehene Turmfalkenpärchen.

Der Plan, hier einen Kasten zu installieren, ist schon vor 2 Jahren entstanden, als wir nach und nach alle in den St. Ingberter Kirchen eingebauten Kästen nach mehreren Jahren Pause kontrolliert und teilweise instand gesetzt haben. Die meisten der Kästen stammen noch aus den 80er und 90er Jahren, damals gebaut für Turmfalken und Schleiereulen, nachdem durch die Versiegelung der Kirchen die natürlichen Brutplätze verloren gegangen war.

Mittlerweile sind nahezu alle Kästen von Dohlen erobert worden, sie brüten in St. Michael, St. Hildegard, Herz-Mariae, St. Franziskus und St. Josef.

Der Turmfalke, der selbst keine Nester baut, hat oft das Nachsehen und weicht auf von Krähen gebaute Baumnester oder Mauernischen aus, die ihm nur kurzzeitig einen sicheren Niststand bieten.

In St. Konrad war bislang kein Kasten, aber eben ein Turmfalkenpärchen, das sich unmittelbar an der Kirche aufhielt und auch gebrütet hat. Ein Jungvogel wurde in diesem Jahr tot an der Kirche gefunden, offensichtlich aus dem Nest gefallen, bevor er flügge war.

Der Einbau in St. Konrad fand dann am 25.10.16 statt, Herr Sebastian hat uns in den Turm geführt und wir haben zusammen den möglichst optimalen Platz für den Kasten gesucht. Der Kasten selbst ist angepasst worden auf die vorhandenen Möglichkeiten und füllt einen der Nischen im Turm komplett aus. Durch die Ansitzstange, die man von außen gut erkennen kann, ist eine bessere Anflugmöglichkeit für die Altvögel und ein Übungsplatz für die Jungen gewährleistet. Hoffen wir darauf, dass das Turmfalkenpärchen im nächsten Jahr wiederkommt, hier eine Brut beginnt und sich viele kleine Turmfalken einstellen! Gabi Stein NABU