Mittwoch, 03. November 2021

Engagement für eine „schöpfungsfreundliche Kita“

Die Absolventinnen der Fortbildung am Ende des Wortgottesdienstes mit Weihbischof Georgens und den Kursleitern.

Erzieherinnen aus Kindertagesstätten im Bistum Speyer haben erfolgreich einen Fortbildungskurs zur Förderung einer “ganzheitlichen Ökologie“ in ihren Einrichtungen absolviert.

Speyer. Elf Erzieherinnen und Leiterinnen aus katholischen Kinderstagesstätten im Bistum Speyer haben erfolgreich einen Fortbildungskurs zum Thema „schöpfungsfreundliche Kita“ absolviert. In den vergangenen sechs Monaten hatten sie sich nicht nur in der Theorie mit dem Thema auseinandergesetzt, sondern auch Projekte rund um das Thema „Schöpfung“ in ihren Einrichtungen konzipiert und durchgeführt. Im Rahmen eines Wortgottesdienstes in der Kirche des Priesterseminars in Speyer wurden sie von Weihbischof Otto Georgens mit dem Auftrag ausgesendet, sich „als Multiplikatorinnen für die Themen der ganzheitlichen Ökologie in lokaler und globaler Verantwortung“ besonders in ihrer jeweiligen Kindertagesstätte einzusetzen.

Weihbischof Georgens dankte den Kursteilnehmerinnen für ihre Bereitschaft, die Fortbildung zu absolvieren. „Sie als Multiplikatorinnen haben eine wichtige Aufgabe. Sie engagieren sich für die Zukunft der Erde. In der Sorge um den Planeten Erde brauchen wir Sie“, sagte Georgens. Er würdigte die Kindertagesstätten als Teil der Gemeinden vor Ort: „Das Bistum schätzt die Kindertagesstätten sehr“.

In Impulsen zum Thema Ökologie erinnerte Georgens an die Amazonas Synode 2019, die sich auch mit den Auswirkungen des Klimawandels befasst hatte und die Enzyklika von Papst Franziskus „Laudato si“ zum Themenkomplex Umwelt und Entwicklung. Er verwies auf den Aktionsplan, den das von Franziskus gegründete “Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen” dazu entwickelt hat. „Die ökologische Umkehr ist das Gebot der Stunde“, betonte Georgens.

Exemplarisch stellten Erzieherinnen drei Projekte zum Thema vor. So wird in einer Kindertagesstätte ein „schöpfungsfreundliches Jahr“ gestaltet, bei dem im Laufe der Monate Aktionen zu Themen wie Ernährung, Umgang mit Energie und Wasser, Artenvielfalt oder Mobilität gemeinsam mit Kindern entwickelt werden. In einer anderen Einrichtung geht es darum „Kleines im Verborgenen entdecken“.Im Außengelände ihrer Kita gehen Kinder auf Tour, um „alles was da kreucht und fleucht“ zu erforschen. Was auch bei begrenztem Platz auf einem Kita-Gelände möglich ist, verdeutlichte ein Projekt, bei dem Erzieherinnen, Kinder und Eltern gemeinsam Hochbeete anlegten.

An dem Gottesdienst nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Träger der Kindertagesstätten und der jeweiligen Pastoralteams teil. Die Absolventinnen der Fortbildung, die von Christoph Fuhrbach, Referat Weltkirche und  Ulla Janson, Referat Seelsorge in Kindertagesstätten, geleitet wurde, arbeiten in katholischen Kindertagesstätten in Ludwigshafen, Landau, Offenbach, Römerberg-Mechtersheim, Ruppertsberg, Sonderheim, Habkirchen, St. Ingbert und Blieskastel.

Foto: Bistum Speyer

 

Aus der Kita St. Franziskus hat die Erzieherin Frau Marietta Seegmüller-Tiedtke am Multipikatoren Fortbildungskurs " schöpfungsfreundliche Kita " mit erfolgreichem Abschluss teilgenommen.