Montag, 29. März 2021

Beauftragung für kirchliche Dienste

Foto: Klaus Landry

Weihbischof Georgens beauftragte vier Kandidaten zum Lektoren- und Akolythendienst.

Speyer. Weihbischof Otto Georgens hat im Rahmen eines Gottesdienstes in der Kirche des Priesterseminars in Speyer zwei Priesteramtskandidaten und zwei Bewerbern für den Ständigen Diakonat die Beauftragung für den Lektoren- und Akolythendienst erteilt.

Zum Lektor wurde aus dem Kreis der Priesteramtskandidaten Steven Dreyer, Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim, beauftragt. Zum Akolythendienst beauftragte der Weihbischof den Priesteramtskandidaten Philipp Öchsner, Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit, Frankenthal sowie die Bewerber für den Ständigen Diakonat Carsten Neuheisel, Pfarrei Hl. Ingobertus, St. Ingbert, und Frank Bodesohn, Pfarrei Hl. Bruder Konrad, Martinshöhe.

Während der Lektor in der Heiligen Messe die Lesung vorträgt, hat der Akolyth (übersetzt: Gefolgsmann) hauptsächlich die Aufgabe, in der Eucharistiefeier den Altar zu bereiten und die heilige Kommunion auszuteilen.

In der Predigt stellte Weihbischof Otto Georgens die Aussage „Gott gibt sich uns Menschen zu erkennen im Schicksal Jesu von Nazareth“ in den Mittelpunkt. Alles im Leben Jesu sei eine Äußerung Gottes, „eine Übersetzung des Unbegreiflichen für uns. Deshalb sind die biblischen Berichte für uns so wichtig und unausschöpfbar“, erklärte Georgens. „Der Mensch, in dem Gott sich uns zuwendet, setzt sich nicht mit Gewalt gegen das Unrecht in der Welt durch“. Jesus erzwinge kein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens, in dem alle Menschen nach göttlichen Gesetzen leben müssen. Er liefere sich selber der Ungerechtigkeit und Grausamkeit dieser Welt aus. „Er wird verfolgt und vernichtet, weil er anders lebt und denkt, weil sich in seinem Leben und Denken der unbegreifliche Gott uns in Liebe zuwendet“, so der Weihbischof.

Die Menschen damals seien nicht anders als die heutigen gewesen. „Sie wollten sich im Leben behaupten, also wehrten sie sich, wenn ihre Interessen angetastet wurden.“ Es habe Parteien und Interessenverbände, Methoden der Massenbeeinflussung und Proteste gegen Mächtige gegeben. „Das Leiden dieses Jesus von Nazaret stellt uns vor eine Entscheidung: Wollen wir zu denen gehören, die ganz selbstverständlich alles tun, damit Gott uns nicht nahekommt? Zu denen, die ihre Interessen und ihren Ehrgeiz über alles stellen, selbst wenn sie den Tempeldienst besorgen? Oder sind wir auf der Seite dessen, den sie verfolgt und vernichtet haben – und der durch sein ganzes Leben ausgesagt hat: Gott ist anders als wir meinen. Er will etwas anderes von uns“, erläuterte Georgens.

Jesus zeige den Menschen in seinem Leben, seinem Leiden und seinem Tod, „wie unser Gott ist: groß in seiner Zuneigung zu uns Menschen, gewaltig in seiner Hoheit, wehrlos in seiner Liebe.“

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