Zur Landkarte Bistum

Informationen

Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Heilier Ingobertus in St. Ingbert gehören.

St. Ingbert

Herz Mariae, St. Franziskus, St. Hildegard-St. Barbara, St. Josef, St. Konrad, St. Pirmin und St. Michael


Sulzbach-Schnappach

gehört zur Gemeinde St. Hildegard-St. Barbara

Montag, 07. Oktober 2019

„Baue meine Kirche wieder auf, weil sie zerfällt!“

Diese Worte hörte Francesco Bernadone vom Kreuz in der Kirche San Damiano, welche sein Wirken prägen sollten. Am 04.10.19 feierte die Gemeinde St. Franziskus ihr Patrozinium, jedoch nicht nur Patrozinium zu Ehren des Hl. Franziskus auch die Verabschiedung des Diakons Holger Weberbauer als hauptamtlicher Mitarbeiter der Pfarrei Heiliger Ingobertus.

Die Worte, die Franziskus prägten, so Pfarrer Eiswirth, aus der Pfarrei Hl. Edith Stein/Ludwigshafen, der als Wegbegleiter des Diakons die Gastpredigt halten durfte, wurde auch Weberbauer von diesen Worten in seinen 17 Jahren Wirken hier in St. Ingbert geleitet. „Du hast mit deinem Charisma und Deinen Fähigkeiten in den unterschiedlichsten pastoralen Feldern an der Kirche Jesu mitgebaut und wirst es auch weiter als Diakon tun“, so Eiswirth wörtlich. Die Auswirkungen seines Wirkens wurden in der großen Anzahl der anwesenden Gläubigen nochmals ganz deutlich: Messdiener aus den verschiedensten Gemeinden, die Pfadfinder, der Chor der Gemeinde St. Franziskus zusammen mit „Chor Tonart“, die Kindergartenkinder der Gemeinde mit ihren Erziehern, Frau Pfarrerin Scherer als Vertreterin der Evangelischen Nachbargemeinden, Herr Ulli Meyer, das „neue“ Pastoralteam und Herr Neuheisel als Vertreter des Pfarreirates waren neben zahlreichen Mitchristen anwesend.

„Gottes Liebe ist so wunderbar...“, so sangen stellvertretend für viele Jugendliche die Kinderartenkinder und auch zwei Schulkinder zur Eröffnung des Gottesdienstes. Ein Lied, welches in 17 Jahren Kinderkirche bzw. Wortgottesfeiern der Kitas nicht fehlen durfte.  „Und sangen die Kinder nicht kräftig genug“, so erinnerte sich Oberbürgermeister Ulli Meyer, „lernte man auch schnell, dass Lieder dann gerne nochmals gesungen wurden, weil Herr Weberbauer meinte, es ginge noch besser“. Das machte Holger Weberbauer auch menschlich und nahbar. Seine Nähe und Verbundenheit zu den Menschen, die er auf einzigartige Weise sowohl in seinen Ansprachen als auch im persönlichen Miteinander zum Ausdruck bringen kann, zeigt sich auch darin, dass ein eigens zur Erstkommunion 2006 komponiertes Lied „Manches Mal....“ gestern nochmals von einigen der damaligen Kommunionkindern gesungen wurde. Auch die Worte von Nelly Sachs „Alles beginnt mit der Sehnsucht....“, die als Leitworte die Diakonweihe prägten, erklangen vom Chor und unterstützen somit musikalisch die Predigtinhalte. Eine festliche und zugleich stimmige Eucharistiefeier, war es, genauso wie auch die Dinge, die Diakon Weberbauer anpackte und anpacken wird „Hand und Fuß“ haben.

Spätestens bei den Dankesworten wurde es einem dann bewusst: Keiner will ihn gehen lassen und alle betonten, dass er St. Ingberter sei und auch weiterhin mit seiner Familie hier wohnen bleibe und gerne wirken möge. Pfarrerin Scherer schloss auch in der Zukunft Kooperationen mit ihm nicht aus und Weberbauer selbst kann von seiner Pfarrei auch nicht wirklich lassen. Er versprach und dem neuen Pastoralteam zugewandt meint er scherzhaft, „es solle keine Drohung sein“, aber man wird ihn sicherlich hier und da nochmals als Diakon erleben dürfen.

Großen Beifall bekam er für seine frei gesprochenen Dankesworte, die an alle Gläubigen der Pfarrei Heiliger Ingobertus gleichermaßen gerichtet waren. Spätestens als er sich sichtlich gerührt an seine Familie wandte, konnte man Tränen in den Augen der Mitfeiernden sehen. Sein Dank galt in ganz besonderer Weise seiner Frau Christine, die weiterhin als Gemeindereferentin in Rohrbach tätig sein wird und dem gemeinsamen Sohn Raphael, als er sagte „ihr beiden habt meinen Frust immer aushalten müssen und stets mitgetragen“.

Herr Neuheisel, als Vertreter des Pfarreirates dankte im Namen aller und überreichte ein Geschenk, dass ihn an sein Wirken in St. Ingbert erinnern möge. Das Pastoralteam bildete den Abschluss der Dankesredner und überreichte ihm, da er nun am Tisch des Herrn wirken darf, symbolisch, eine Küchenschürze mit der Aufschrift „Diakon Holger Weberbauer“ und dazu passend ein Tablett.

Im Anschluss an den Festgottesdienst nutzten viele Freunde und Wegbegleiter Holger Weberbauers die Gelegenheit, sich persönlich bei einem Schnitzelweck, Frankfurter Kranz und Marzipantorte, in der Unterkirche zu verabschieden.  

Als besondere Ehrerbietung sangen „Chor Tonart“ zusammen mit Menschen, denen Holger Weberbauer sehr nahe steht, das bekannte Musicallied „I will follow him“  eigens umgeschrieben: „Holger, du musst gehn, leise sagen wir Aufwiedersehn“

Der Gemeindeausschuss St. Franziskus überreichte ihm schließlich mit den Worten „kostbar war die lange Zeit; danke, für deine unermüdliche Mitarbeit“ einen Reisegutschein zur Erholung von den Strapazen der letzten Tage und Wochen.

Für sein Wirken in der Pfarrei „Hl. Johannes XXIII“ in Homburg-Erbach sei ihm auf diesem Wege nochmals alles Gute und Gottes reicher Segen gewünscht.

Die Einführung in der Kirche „Maria vom Frieden“ in Erbach findet am 27.10.2019 um 11 Uhr statt.  

Für den GA St. Franziskus | Manuela Jung

Anzeige

Anzeige