Dienstag, 24. März 2026

Schloss Kingbert zur Blies

Die Musenbolde führten im März ihr Kindertheaterstück „Schloss Kingbert zur Blies“ in der Stadthalle St. Ingbert auf. Die Ideen der Charaktere wurden von den 8–12 Jahre jungen Schauspielenden selbst gesammelt und von den künstlerischen Leitenden Johannes Becher sowie Charlie Meyer zu einem Theaterstück entwickelt.

Verschiedene Schulklassen erlebten begeistert, wie der Schriftsteller Jopebe ein neues Forschungsfeld entdeckt: Vampire. Ein mysteriöser Hinweis in einer alten Handschrift führt ihn zum Schloss Kingbert zu Blies. Das junge Publikum half dem zerstreuten Schriftsteller beim Lesen und machte ihm Mut, das Schloss weiter zu erkunden. Dort trifft Jopebe zunächst jedoch nicht auf blutrünstige Wesen, sondern auf einen ewig nörgelnden König, dessen Alltag von Langeweile und Meckerei geprägt ist.

Doch plötzlich regt sich etwas Unheimliches im Gemäuer des Schlosses – und Jopebe ist einer geheimnisvollen Spur auf der Fährte. Sobald der König sich schlafen gelegt hat, kriecht eine Vampirfamilie aus den tiefen Schlosskellern, um im Thronsaal einen besonderen Geburtstag zu feiern. Die Vampirin Vampinoa wird 180 Jahre alt und darf das erste Mal Blut trinken. Denn: „Blut tut gut!“

Doch Vampinoa hat ganz anderes im Kopf: Sie will lieber vegetarische Blutkirschen-Smoothies schlürfen und professionelle Erfinderin werden. Ein Skandal. Von der Familie verstoßen, lungert sie nachts einsam auf einem Schrottplatz, wo sie auf eine Sonnenscheinhexe trifft, die allerdings viel besser Gewitter zaubern kann. Mit neuem Mut machen sie sich auf den Weg zum Schloss, um ihre Träume zu verwirklichen.

Gemeinsam erwecken sie einen Roboter zum Leben, der den Hofstaat gewaltig auf den Kopf stellt. Denn am Ende ist es egal, ob man Mensch oder Vampir, Sonnenschein- oder Gewitterhexe, Blutsauger oder Vegetarier ist. Das Band der Familie und der Freundschaft ist stärker als unsere Vorurteile.

| Charlie Meyer