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Rrrrrrr...!

Ich habe es mir schon gedacht, und in vielen Telefonaten bestätigt‘s sich: Nicht wenige gehen sich zurzeit tierisch auf die Nerven. Gerade Familien betreten Neuland. Alle sind zu Hause. Stundenlang. Tagelang. Wochenlang. Chaos, Streit, dicke Luft, Angst, Langeweile – da staut sich eine Menge an. Und hier und da braut sich regelrecht was zusammen.

Ich kann mir vorstellen, dass jetzt Klarheit und Klartext angesagt sind: Nichts soll nur zu Lasten von einem gehen. Mal kocht der, dann räumt mal der andere auf, dann zieh ich mich in meine Ecke zurück, dann der andere. Alles immer zusammen machen? Keine gute Idee! Aber gemeinsam essen, beten, spielen, Spaziergang zu zweit – das ist sicher okay. Ab- und zugeben. Bestimmt nicht einfach, die richtige Balance zu finden zwischen Nähe und Distanz. Aber beides braucht’s. Gerade jetzt!

Der Kitt, der zusammenhält, steckt übrigens im Wort „segnen“. Segnen heißt im Lateinischen „benedicere“. „Bene“ bedeutet „gut“, „dicere“ sagen. Über den anderen Gutes sagen (und auch denken) – das ist sozusagen segnen. Einander wertschätzen und aufbauen. Sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich das Rückgrat stärken. Manche Familien segnen einander vor dem Schlafengehen. Find ich prima!

Und wenn ich das einübe und verinnerliche, dann hat das Auswirkungen auf alles, was ich tue und lasse: Zum Beispiel hamstere ich nicht alles für mich, sondern denke daran, dass auch die Krankenschwester am Abend im Supermarkt noch das Notwendigste zum Einkaufen finden will. Wer so denkt, der wird für den anderen wirklich zum Segen. Ich wünsche besonders unseren Familien, dass sie zu Segensorten werden. Zumindest ab und zu…

Gebet

Du, Gott, du bist in unserer Mitte.
Sei du in unseren Familien.
Schenke ihnen Kraft und Geduld,
gute Nerven und gute Gedanken,
damit ihr Miteinander zum Segen füreinander werden kann.
Bewahre sie unter deinem Segen,
damit auch Versöhnung schnell geschieht
und es nicht zu dauerhaften Blockierungen kommt.
Segne uns, damit wir zum Segen füreinander werden.
Amen.

Segen

Gott segne und behüte uns.
Er lasse uns übereinander Gutes sagen und Gutes denken.
Er segne uns, dass Versöhnung möglich ist.
Er schenke das richtige Wort zur richtigen Zeit.
Gott halte seine Hand über uns.

So segne uns
und alle, die wir im Herzen tragen,
der treue und barmherzige Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.


Apropos Segen: www.heiliger-ingobertus.de/segensorte

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