Meeeeresrauuuschen

Heute ist Samstag, und heute geht’s ans Meer. Mein persönlicher Lieblingsort! Ein menschenleerer Nordseestrand. Nur Wind, Wolken, Wellen. Und Möwengeschrei. Herrlich! Leider geht das gerade nur im Kopf. Man muss ja zu Hause bleiben. Und das Saarland liegt nun mal nicht an der Nordsee. Ein echtes Manko!

Menschenleer sind ja zurzeit auch unsere Plätze, Straßen und Kirchen. Muss sein! Leere Kirchen sind auf Dauer irgendwie doof. Ein leerer Strand dagegen ein Traum. Also nochmal zurück ans Meer: Sonnenlicht, kalter Wind streicht über den Sand, Meeeeresrauuuschen! Ich bekomme einen klaren Kopf. Und Abstand zu meinen Gedankenstrudeln. Und dann entdecke ich: da ist noch eine andere Spur im Sand. Mit Abstand. Aber da!

Wohin führt uns dieser Weg? Neugier ist erlaubt!

Gebet

Verborgener Gott,
ich sehe dich nicht,
ich höre dich nicht,
ich fühle dich nicht –
und trotzdem weiß ich
ohne zu wissen, wie ich es weiß:
du bist da.
Du gehst mit mir.
Jetzt.
Bis zum Ende.
Und weiter…

Segen

Der herausfordernd-liebende Gott erfülle dich mit seiner Nähe,
auf dass du tragen kannst, was das Leben dir bringen mag;
auf dass du loslassen kannst, ohne hart zu werden;
auf dass du leiden kannst, ohne daran zu zerbrechen;
auf dass du Niederlagen hinnehmen kannst, ohne daran zugrunde zu gehen;
auf dass du schuldig werden kannst, ohne deine Selbstachtung zu verlieren;
auf dass du lernst, mit unerklärbaren Dingen zu leben, ohne deine Hoffnung aufzugeben.

So segne uns
und alle, die wir im Herzen tragen,
der treue und barmherzige Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.