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Lehrt Not beten?

Wahrscheinlich kann auch Gott das Wort „Corona“ schon nicht mehr hören. Trotzdem bringen wir unsere Not zu ihm. Das muss er aushalten. Aber lehrt Not wirklich beten? Vielleicht. Hoffentlich aber nicht nur die Not! Für mich ist beten mehr. Für mich ist es: Beziehungspflege mit Gott. Ein ICH – DU in meinem Inneren. Ich kann mit Gott reden, aber genauso gut einfach mal zusammen mit ihm schweigen. Ich glaube, es ist gar nicht so wichtig, was wir und wie viel wir ihm da sagen. Jedenfalls käme ich mir aber irgendwie schäbig vor, wenn ich mit Gott immer nur dann Kontakt haben will, wenn die Not beten lehrt, wenn ich irgendwas von ihm will. Für mich ist Gott nicht der große Nothelfer. Für mich ist Gott mehr: Er ist der große Lebenspartner, er ist der große Freund, er selber ist mir unheimlich was wert. Nicht nur das, was ich eventuell bei ihm erbitten und kriegen könnte. Beten ist für mich: ernst damit machen, dass Gott da ist. Immer. Und DU zu ihm sagen. Und hinter diesem DU stehen. Mal erzähle ich ihm von meinen Sorgen – das, was mein Leben gerade ausmacht, das was mich belastet. Aber genauso teile ich mit ihm mein Glück und das, worüber ich mich freue. Ich versuche bei ihm zu sein, wenn mich mir extra Zeit fürs Gebet nehme. Ich gehe aber auch mit ihm an die Arbeit, treffe meine Entscheidungen mit ihm, lache und weine mit ihm. 
Martin Luther sagt: „Kurz soll man beten, aber oft und stark.“ Gar nicht so verkehrt!  

Gebet 

DU, Gott...

  und jetzt sind Sie dran!

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