Hört niemals auf

Glaube, Hoffnung und Liebe – drei Säulen unseres Lebens. Am größten unter ihnen ist die Liebe. Warum eigentlich? Vielleicht, weil sie von Anfang an dabei ist und bis zum Ende bleibt. Und darüber hinaus. Die Hoffnung, muss man lernen. Erfahren, dass es ein Trotzdem gibt. Wir hoffen, dass es an Weihnachten keinen Zoff gibt, wir hoffen auf besseres Wetter, und ich hoffe, dass der FCK irgendwann mal wieder aufsteigt. Aber die Hoffnung hört irgendwann auf. Und Glaube muss wachsen. Er ist nicht angeboren und kann nicht anerzogen oder eingeimpft werden. Letztlich ist er ein Geschenk Gottes, ein Berührtsein. Und immer dieses Schwanken zwischen Gewissheit und Zweifel. Aber auch der Glaube hört irgendwann auf. Die Liebe ist da von Anfang an. Die meisten von uns wurden schon geliebt, als sie noch gar nicht geboren waren. Liebende Blicke streichelten uns und schauten uns zu, als wir unsere ersten Gehversuche machten. Die Liebe litt mit uns. Und manchmal tut Liebe auch weh. Wir lieben mitunter mit Schmerzen. Letztlich ist jedes Lieben ein Zurücklieben. Sie ist ein verschwenderisches Geschenk, das wir empfangen und weiterschenken. Und einst wird nur noch die Liebe bleiben. Die Liebe hört niemals auf. Am ersten Tag unserer Ewigkeit vergeht die Hoffnung, und sie verwandelt sich in Erfüllung. Auch der Glaube vergeht. Er wandelt sich in Schauen: Wir werden Gott und einander schauen von Angesicht zu Angesicht. Die Liebe bleibt. Immer. Denn: Gott ist die Liebe. Dieser Liebe dürfen wir uns voll Zuversicht und voll Vertrauen in die Arme legen. Sie wird uns tragen.

Segen

Es segne dich,
die Menschen, die du im Herzen trägst
und die Wege, die du gehst
Gott, der dich mit liebenden Blicken streichelt:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.