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Heiliger Geist und andere Vögel

Manchmal wird der Heilige Geist mit einem Vogel verglichen – meistens mit einer Taube. Mit Tauben hab ich’s allerdings nicht so. Die koten mir die ganzen Kirchen zu. Aber Blaumeise, Kohlmeise, Nachtigall, Rotkehlchen oder was weiß ich – die sind mir willkommen, die hör und seh ich gerne. Den Heiligen Geist und die anderen Vögel kann ich nicht zu mir zwingen, ich bin davon abhängig, dass sie sich zeigen. Das Einzige, was ich tun kann: An Orte gehen, wo ich ihnen schon mal begegnet bin. Den Vogel nicht durch mein unruhiges Verhalten verscheuchen. Aufmerksam sein für sein Erscheinen. Mit wachen Sinnen seine Gegenwart wahrnehmen. Mich an seiner Schönheit freuen. „Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten“, steht in einem Gedicht von Hilde Domin. Mir gefällt dieses Bild: Dem Wunder des Heiligen Geistes in mir die Hand hinhalten. Ihm mit meiner Sehnsucht etwas Futter geben. Zulassen, dass er sich auf meine Hand setzt. Oder auf die Schulter. Ihn nicht durch meine Unruhe verscheuchen. Ich wünsche euch und Ihnen und mir selbst auch, dass wir heute und morgen und immer wieder mal ganz bewusst achten auf den Heiligen Geist – wann ich ihn spüren kann, wann er sich auf meine Schulter setzt und was er mir zu sagen hat.

Segen

Es segne dich,
die Menschen, die du im Herzen trägst
und die Wege, die du gehst
der geistreiche Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

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