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Green washing

Ich hab was Neues entdeckt: „Green washing“ heißt das. Auf gut Deutsch: Man braucht kein schlechtes Gewissen mehr haben wegen der ein oder anderen Umweltsünde. Man wird quasi über Nacht zum besseren Menschen. Und so geht’s: Sie haben einen Kurzstreckenflug gemacht? Pfui! Wenn Sie allerdings dreimal zu Fridays for Future gehen, ist alles wieder im grünen Bereich (online zählt auch). Sie haben eine Espresso-Alukapsel-Maschine? Einfach bei der nächsten Bundestagswahl die Grünen wählen und gut ist! Batterien im Hausmüll kann man übrigens mit einer Baumpatenschaft ausgleichen. Super, was?! Ich hab gehört, dieses System funktioniert auch bei religiösen Gewissensbissen: Unzüchtig gewesen? Schämen Sie sich! Und beten Sie fünf Vaterunser. Dann ist die Ausschweifung wie weggeblasen. Herrgottkruzfixnocheinmal gesagt? Fluchen tut man nicht, das wissen Sie ganz genau! Kostet einen Fuffi für die armen Kinder in Afrika, und die Welt ist wieder in Ordnung. Gelogen, dass sich die Balken biegen? Drei bis vier Flaschen Messwein für Ihren Pfarrer – und Schwamm drüber. Die Frage ist nur die: Ob die Umwelt sich auf diesen Kuhhandel einlässt? Und Gott? Ich hab da so meine Zweifel…

Segen

Es segne dich,
die Menschen, die du im Herzen trägst
und die Wege, die du gehst
Gott, zu dem du offen und ehrlich sein darfst:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

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