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Gaststätte

Jesus war ein Fresser und Weinsäufer. So heißt es zumindest in der Bibel. Sicher ist, dass er gerne unter Leuten war, mit ihnen gegessen und getrunken hat. Mit Habenichtsen und Pfeffersäcken, mit Abgestempelten und Frommen. Er meinte sogar, dass dabei der Traum Gottes für unser Leben wahr wird. Selbst als Auferstandener grillt er noch mit seinen Jüngern (im Sonntagsevangelium Joh 21,1-14). Der Schwenker war noch nicht erfunden… Kein Wunder, dass auch im Zentrum unseres Gottesdienstes das Mahlhalten steht. Und die Überzeugung: Jesus selbst ist da! Gemeinsam essen ist eben mehr als nur Runterschlingen, Nahrungsaufnahme und Sattwerden. Das hat was mit Kommunikation zu tun, mit Nähe, Ästhetik und Gemeinschaft. Einlasskontrollen, Distanz und Mundschutz haben da gar nichts zu suchen. Das widerspricht dem Sinn von Mahlhalten. Im Restaurant und im Gottesdienst. So gesehen sind wir als Kirche in guter Gesellschaft, finde ich. Wir sind kein Verkaufsladen, der wieder öffnen darf. Wir sind eher wie eine Gaststätte – und die sind noch geschlossen. Entweder man macht‘s halt richtig oder gar nicht.
Übrigens: Unsere Kirchen sind offen. Zum Hoffen, zum Beten, zum Kerze anzünden, zum Dasein. Das Mahlhalten findet derzeit zu Hause statt. Decken Sie ruhig für eine Person mehr. ER setzt sich gerne zu Ihnen!

Segen

Es segne dich,
die Menschen, die du im Herzen trägst
und die Wege, die du gehst
der gemeinschaftsliebende Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

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