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Freiheit für die Schmetterlinge!

Ich sitze mit ‘nem Espresso auf meiner Terrasse und denke an nichts Böses. Dann das: Lautlos kommt er angeflattert und macht sich am Lavendel zu schaffen – ein zitronengelber Schmetterling! Und ich dachte schon, die gibt‘s nicht mehr. Ich pirsche mich heran – langsam, ganz langsam – und zack, hab ich ihn. Er hängt jetzt schön hinter Glas in meinem Wohnzimmer. Aufgespießt auf Styropor. Sicher ist sicher. Falls die Dinger tatsächlich mal aussterben, kann ich meinen Kindern und Kindeskindern sagen: „Guckt mal, das ist ein Schmetterling! Die sind früher mal draußen rumgeschwirrt, und wir haben uns dran gefreut!“ Nein, das stimmt natürlich nicht. Das mit den Kindern und Kindeskindern. Macht sich nicht so gut als katholischer Priester. Und klar, der Schmetterling lebt auch noch. Hoffe ich. Ich jedenfalls hab ihn in Ruhe gelassen. Schmetterlinge brauchen schließlich Freiheit.
Mal was anderes: Präpariert und konserviert und angenagelt im Wohnzimmer und in Kirchen und sonst wo... Braucht der Mann am Kreuz nicht auch mal seine Ruhe? Und Freiheit?

Segen

Es segne dich,
die Menschen, die du im Herzen trägst
und die Wege, die du gehst
der freiheitsliebende Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

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