Fetzen

Seit der Fastenzeit ist in der Engelbertskirche in der St. Ingberter Fußgängerzone ein Kunstprojekt zu sehen. Der Hauptbestandteil sind Stoffreste, die immer neu arrangiert werden. Die einen empfinden es als Sakrileg, die anderen als inspirierende Wohltat. Wie auch immer – es ist auf jeden Fall an-stößig. Ein Besucher hat folgenden Kommentar hinterlassen: „Wann kommen diese Fetzen endlich wieder weg?“ Genau genommen sind das aber gar keine Fetzen, sondern zerschnittene Bettwäsche, die der Künstler aus Nachlässen bekommen hat. In diesen „Fetzen“ wurde geliebt, gelebt und gestorben. Ich finde „Fetzen“ gar nicht so schlecht. Mein Leben besteht ja auch mehr oder weniger aus Fetzen. Und wer weiß – vielleicht ist das Gesamtarrangement mit etwas Abstand betrachtet ja auch irgendwie ein Kunstwerk. Was sich der Künstler dabei wohl gedacht hat?

Segen

Es segne dich,
die Menschen, die du im Herzen trägst
und die Wege, die du gehst
der inspirierende Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.