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Der gläserne Mensch

Beim Einkaufen – die Kassiererin im Supermarkt: hinter Glas. Die Bäckersfrau im Bäckerladen: hinter Glas. Die Pfarrsekretärin im Pfarramt: hinter Glas. Wir schützen uns.
Und Gott? Der schützt sich nicht. Der Vorhang des Tempels in Jerusalem zerreißt an Karfreitag, und das bedeutet: Zwischen IHM (dem Allerheiligsten) und uns ist nichts, was trennt. Seine Liebe zu dir lässt sich durch nichts stoppen. Selbst das, was dir peinlich ist, irritiert Gott nicht besonders. Das lässt er alles an sich ran. Ungefiltert. Ohne Scheibe. Ohne Trennwand zwischen ihm und uns. Er braucht keinen Schutz vor uns. Und – das ist unser Glück: Auch wir brauchen uns vor ihm nicht schützen. Weil: Bei Gott bist du daheim. Ganz ohne Plexiglas.

Segen

Es segne dich,
die Menschen, die du im Herzen trägst
und die Wege, die du gehst,
Gott, bei dem du daheim bist:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

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