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Dein Daheim

Lieber Gott,
fühlst du dich eigentlich wohl in deiner Kirche? Ich besuche dich manchmal. Hier in St. Ingbert, im Urlaub in Italien, in eindrucksvollen Kathedralen und kleinen Dorfkapellen. Mal ist es hell und bunt, mal dämmrig und staubig, oder steril wie im Museum, manchmal auch muffig, unaufgeräumt und ein bisschen bäh. Du weißt schon…: Plakate an den Wänden, die schon ewig keiner mehr anguckt und in der Ecke ein vertrockneter Gummibaum. Sitzt du eigentlich gerne auf harten Bänken? Schön hintereinander wie im Bus? Wo sind die gemütlichen Sofas und großen Küchentische, an denen gegessen, getrunken und gefeiert wird – wo man sich daheim fühlt und gerne hinkommt, nicht nur am Feiertag? Und wieso bist du in deinem Musikgeschmack vor 300 Jahren einfach stehengeblieben? Willst du echt immer noch hören, was du schon zigtausend Mal gehört hast? Ich könnte mir vorstellen, dass du dich freuen würdest, mal wieder richtig durchatmen zu können, wenn wir die Fenster aufreißen und frische Luft reinlassen. Und dir unsere Lieder singen, von heute und vom Leben. Unsere Geschichten miteinander teilen. Dir unsere Namen geben. Und von unserer Sehnsucht erzählen… Was meinst du?

Segen

Es segne dich,
die Menschen, die du im Herzen trägst
und die Wege, die du gehst
der immer-neue Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

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