FIRMUNG

Ab wie viel Jahren darf ich mich firmen lassen?

Generell darf das Sakrament der Firmung im Bistum Speyer frühestens jenen gespendet werden, die im Kalenderjahr der Firmspendung das 15. Lebensjahr vollenden. Wenn Du 14 / 15 Jahre alt bist (9. Schuljahr) oder älter, dann darfst du gefirmt werden.

Warum sollte ich mich denn firmen lassen?

Die Firmung ist ein Angebot, das dich in deinem Leben bestärken will, damit du als mündiger Christ selbstverantwortlich dein Leben gestaltest. Da du kein kleines Kind mehr bist, hast du jetzt die Möglichkeit, dich bewusst und freiwillig für ein christliches Leben zu entscheiden. Dazu gehören die Liebe zu Gott, die Selbstannahme, die Liebe zu den Mitmenschen und die Liebe zur ganzen Schöpfung. Deine Pfarrei will dir helfen, deine eigenen Begabungen zu entdecken und zu entfalten. Du entscheidest selbst, ob du letztendlich gefirmt werden möchtest! Wenn du noch zweifelst, kannst du erst einmal am Firmkurs teilnehmen und erst im Anschluss deine Entscheidung treffen.

Wo muss ich mich melden, wenn ich gefirmt werden möchte?

Primärer Ort der Anmeldung ist jene Pfarrgemeinde, wo der Firmling wohnhaft ist. Wenn du in in St. Ingbert-Mitte gerfirmt werden möchtest, meldest du dich bitte bei Herrn Agnetta.

Ich möchte mich in einer anderen Pfarrei firmen lassen. Geht das?

Ja, das geht. Setze dich dazu mit dem Pfarrbüro deiner Wohnsitzpfarrei in Verbindung und bitte um einen Entlasschein.

Wenn du den Vorbereitungskurs in deiner Pfarrei folgen und dann in einer anderen Pfarrei gefirmt werden möchtest, ist dies auch möglich. Nach absolvierter Vorbereitung auf die Firmung stellt dir Herr Agnetta ein entsprechendes Formular aus. Darauf wird bestätigt, dass der angegebene Firmling das Recht hat, sich firmen zu lassen. Zweckmäßig wird es sein, mit der Pfarrei (wenn sie nicht die Heimatpfarrei ist) im Vorhinein Kontakt aufzunehmen, um organisatorische und andere Dinge absprechen zu können.

Kann jemandem die Firmung verweigert werden?

Gefirmt werden kann, wer die Taufe empfangen hat und noch nicht gefirmt ist. Die geistlichen Amtsträger dürfen niemandem ein Sakrament verweigern, der darum in rechter Weise bittet und der rechtlich an seinem Empfang nicht gehindert ist (vgl. c. 843 CIC, Codex des Kanonischen Rechts). Der Seelsorger hat dafür zu sorgen, dass jene, die um ein Sakrament bitten, auf den Empfang vorbereitet werden.

Darf ich in der Kirche heiraten, auch wenn ich nicht gefirmt bin?

Ja, zumindest in Deutschland.

Eheleute sollen (= müssen nicht!), wenn es ohne großen Aufwand möglich ist, vor der Eheschließung das Sakrament der Firmung empfangen (vgl. c. 1065 §1 CIC, Codex des Kanonischen Rechts).

Wie läuft die Firmung eigentlich ab?

Die Firmung wird vom (Weih-)Bischof gespendet. Sie findet während eines feierlichen Gottesdienstes zwischen der Predigt und der Eucharistie statt. Dabei legt der Bischof dem Firmling die Hände auf den Kopf und zeichnet ihm mit einem wohlriechenden Öl (Chrisam) ein Kreuzzeichen auf die Stirn. Währenddessen legt der Pate bzw. die Patin als Zeichen der Unterstützung die rechte Hand auf die Schulter des Firmlings. Einen detaillierten Ablauf findest du hier.

Was tun, wenn der Firm-Termin nicht passt?

Solltest du beim Termin der Firmung in der eigenen Pfarrei verhindert sein bzw. sollte dieser nicht passen, dann kannst du trotzdem den Firmkurs machen und dich dann woanders firmen lassen. In diesem Fall nehme bitte Kontakt mit Herrn Agnetta auf, damit er dir eine Bestätigung mitgeben kann, dass du schon an einem vorbereitenden Kurs teilgenommen hat.

Alternative Termine, an denen die Firmung stattfindet, werden bekanntgegeben, sobald diese feststehen.

 

FIRMKURS

Muss die Vorbereitung auf die Firmung überhaupt sein?

Ja, denn in der Vorbereitung setzt du dich mit dem Thema auseinander und kannst dir deine eigene Meinung bilden. Du unterschreibst ja auch nicht irgendetwas ohne zu wissen, worauf du dich da überhaupt einlässt...

Sind mit dem Firmkurs Kosten verbunden?

Um die Kosten für Material abzudecken, erheben wir einen Beitrag von 20,- €/p.P. Dieser ist zu Beginn des Kurses auf das Konto DE17 7509 0300 0000 0651 96 zu überweisen mit dem Verwendungszweck 'Firmung 2022 - Vor- und Nachname'. Sollte jemand aus dem einen oder anderen Grund den Beitrag nicht überweisen wollen / können, kommen Sie bitte auf mich (Andrea Agnetta) zu und wir finden sicherlich gemeinsam eine Lösung. Daran soll die Firmung nicht scheitern.

 

PATENAMT

Warum das Patenamt?

Das Patenamt sollte eine Person sein, der Du zutraust, Dir in allen Situationen des Lebens beizustehen, die Dich auch auf deinem Glaubensweg begleitet.

Welche Voraussetzungen muss die Person erfüllen, die das Patenamt übernehmen möchte?

  • Ein:e Firmpate:in muss getauft, gefirmt sein und das 16. Lebensjahr vollendet haben.
  • Pate:in dürfen nicht Eltern des Firmlings sein.
  • Weiters muss ein:e Pate:in ein Leben führen, das dem katholischen Glauben entspricht (vgl. c. 874 CIC, Codex des Kanonischen Rechts).

Darf beim Patenamt dieselbe Person gewählt werden, die schon bei der Taufe diesen Dienst übernommen hat?

Ja, und es ist sogar empfohlen (vgl. c. 893 §2 CIC, Codex des Kanonischen Rechts).

Muss ich gefirmt sein, wenn ich das Patenamt übernehmen möchte?

Ja, denn nur getaufte und gefirmte Christen / Christinnen können ein Patenamt übernehmen (vgl. c. 874 §1 n.3 CIC, Codex des Kanonischen Rechts).

Dürfen die Eltern das Patenamt übernehmen?

Nein, Eltern sind vom Patenamt ausgeschlossen, da sie sowieso schon die Pflicht haben, ihr Kind in seiner religiösen Entwicklung zu begleiten. Sie können aber den Firmling zur Firmspendung führen.

Aus der Kirche ausgetreten. Darf ich trotzdem das Patenamt übernehmen?

Nein, denn die Teilhabe an der Katholischen Kirche ist Grundvorraussetzung den Firmling bei ihrem / seinem Hineinwachsen genau in diese Gemeinschaft, sowie ihrem / seinem Bekenntnis zu dieser Gemeinschaft zu unterstützen und zu motivieren.

Die Person, die ich mir fürs Patenamt wünsche, ist nicht katholisch?

Bei der Taufe ist es so geregelt, dass ein:e Getaufte:r einer nichtkatholischen Gemeinschaft nicht Patie:in, wohl aber Taufzeuge:in (als Zeuge:in des Glaubens) zusammen mit einem:r katholischen Pate:in sein kann (vgl. c.874 §2 CIC, Codex des Kanonischen Rechts). Bei der Firmung wird unterschiedlich entschieden, da es bei der Firmung schwerpunktmäßig stärker als bei der Taufe um das Hineinwachsen zur Gemeinschaft der Katholischen Kirche geht. Die Frage: „Kann diese:r Pate:in den Firmling bei diesem Schritt unterstützen und begleiten?“ muss vom Seelsorger entschieden werden.

Braucht man eine Person, die das Patenamt übernimmt?

Es ist nicht zwingend, dass dem Firmling ein:e Pate:in zur Seite steht (vgl. c. 892 CIC, Codex des Kanonischen Rechts). Ob und wer den Firmling zur Firmung führt, kann mit den Firmbegleiter:innen besprochen werden.